{"id":158,"date":"2014-10-24T10:45:20","date_gmt":"2014-10-24T08:45:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.epcra.eu\/?page_id=158"},"modified":"2015-05-22T07:26:59","modified_gmt":"2015-05-22T05:26:59","slug":"project-history","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.epcra.eu\/de\/project-history\/","title":{"rendered":"Hintergrund des Projekts"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h2 style=\"text-transform:uppercase;\">Seilzugangstechniker \u2013 Eine vielseitige T\u00e4tigkeit<\/h2>\n<p>H\u00f6henarbeiter sind Personen, die unter Zuhilfenahme von Seilen an schwer zug\u00e4nglichen, meist hoch gelegenen Orten Arbeiten ausf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Seilzugangs- und Positionierungstechnik wurde im Lauf der Jahre immer weiter professionalisiert und die Weiterentwicklung des Materials, welches im Alpinismus, beim Sportklettern oder der H\u00f6hlenforschung verwendet wurde, hat einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass Arbeiten an hoch gelegenen oder schwer zug\u00e4nglichen Arbeitspl\u00e4tzen heute sicher ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Ausr\u00fcstung und Verfahren sind auf die spezifischen Bed\u00fcrfnisse und Anforderungen des modernen H\u00f6henarbeiters zugeschnitten und abgestimmt. Sie haben mit den urspr\u00fcnglichen Methoden und Ger\u00e4ten aus dem Freizeitbereich nur noch wenige Gemeinsamkeiten.<\/p>\n<p>Die Verwendung von Seilzugangstechniken hat sich schnell und in unterschiedlichen Branchen, wie z.B. Bauwesen, industrielle Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten sowie Geb\u00e4udereinigung etabliert.<\/p>\n<p>Die vielseitigen Einsatzgebiete fordern den Anwendern und Unternehmen nicht nur die Fertigkeiten der traditionellen Gewerke ab, sondern insbesondere die Kompetenz immer komplexer werdende Zug\u00e4nge zu realisieren. Dies erfordert eine stetige Anpassung der praktischen Anwendung und zieht damit die Notwendigkeit einer permanenten Weiterbildung nach sich. Professionelle H\u00f6henarbeiter sind bei der Abwicklung vieler Projekte nicht mehr wegzudenken, die Branche generiert Arbeitspl\u00e4tze und hoch spezialisierte Unternehmen engagieren sich bei der Ausbildung des Personals.<\/p>\n<p>Diese Vielfalt erm\u00f6glicht es zum einen die Fertigkeiten der einzelnen H\u00f6henarbeiter auszubauen, zum anderen die Angebotspallette der traditionellen Gewerke zu vergr\u00f6\u00dfern, wenn Arbeiten an exponierten Orten ausgef\u00fchrt werden m\u00fcssen, die mit herk\u00f6mmlichen Methoden nicht erreichbar sind. Es kann daher von einer dualen Gesch\u00e4ftskompetenz gesprochen werden: Schwei\u00dfen am Seil, Beschichten am Seil, Sichtpr\u00fcfung am Seil, etc.<\/p>\n<h2>Geschichte der Ausbildung und Zertifizierung in Europa<\/h2>\n<p>Schon zu Beginn der 80er haben H\u00f6henarbeiter spezielle Trainings f\u00fcr Seilzugangs- und Positionierungstechniken entwickelt und an die Anforderungen der Industrie angepasst. Um die Sicherheit der Anwender auf der Baustelle zu garantieren und den Anforderungen der Europ\u00e4ischen Regelwerke gerecht zu werden, haben Interessensgruppen in einigen Mitgliedsstaaten vollkommen unabh\u00e4ngig von einander folgenden Schritte unternommen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Zugangsverfahren in dem jeweiligen nationalen Arbeitsumfeld beschrieben und analysiert<\/li>\n<li>Vorgaben in Bezug auf die Fertigkeiten des H\u00f6henarbeiters definiert<\/li>\n<li>Wesentliche Punkte f\u00fcr die Ausbildung pr\u00e4zisiert<\/li>\n<li>Kriterien f\u00fcr die Bewertung der Ausbildung entwickelt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Resultat dieses Vorgehens war die Schaffung nationaler Qualifikationssysteme.<\/p>\n<p>Die Direktive 2001\/45\/EG des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates erkennt das Zugangsverfahren als Arbeitsmittel offiziell an. Ohne Abstimmung zwischen den L\u00e4ndern haben die national agierenden Fachverb\u00e4nde der Branche ihre Zertifizierung in drei Stufen unterteilt und setzten damit den Grundstein f\u00fcr das strukturierte, kompetenzorientierte erlernen der notwendigen Fachkenntnisse. Seilzugangstechnik ist ein florierender, wenn auch \u00fcberschaubarer Industriezweig, in dem Sicherheit an erster Stelle steht.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 kamen mehrere nationale Interessenverb\u00e4nde zu einem Europ\u00e4ischen Branchentreffen der Seilzugangstechnik zusammen, um sich bez\u00fcglich des Standes der Technik und qualifizierter und sicherer Arbeitsorganisation auszutauschen. Die \u00d6ffnung der M\u00e4rkte und die damit verbundenen Entwicklungsm\u00f6glichkeiten innerhalb und au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union haben die Vertreter ermutigt \u00fcber eine gemeinsame Plattform nachzudenken, um die gegenseitige Anerkennung der einzelnen Zertifizierungssysteme zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Um die spezifische Besonderheit des Zugangsverfahrens zu wahren und in allen Industriezweigen zu promoten, haben mehrere Verb\u00e4nde im November 2012 das Europ\u00e4ische Komitee f\u00fcr Seilzugangstechnik , ECRA (European Committee for Rope Acces) gegr\u00fcndet. Dieses Komitee setzt sich aus den Institutionen ANETVA (Spanien), FISAT (Deutschland), SFETH und DPMC (Frankreich) sowie SOFT (Norwegen) zusammen. Parallel wurden Kontakte mit Akteuren aus der franz\u00f6sischen Schweiz, Luxemburg, Rum\u00e4nien und Bulgarien und \u00fcber die europ\u00e4ischen Grenzen hinaus mit den USA, Neuseeland und Australien gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Neben der Harmonisierung der Techniken hat ECRA die Mindeststandards f\u00fcr das\u00a0 Zugangsverfahren und die damit verbundene Ausbildung und Zertifizierung in einer 14 Punkte umfassenden Erkl\u00e4rung definiert. Die wesentlichen Punkte dieser Deklaration sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Die unterzeichnenden Verb\u00e4nde verpflichten sich, das h\u00f6chstm\u00f6gliche Sicherheitsniveau zu f\u00f6rdern und zu etablieren, die bestm\u00f6glichen Techniken zu identifizieren und die Kenntnisse der Anwender permanent weiterzuentwickeln<\/li>\n<li>Die mit der Pr\u00fcfung der Anwender und Ausstellung der Ausweise beauftragte Zertifizierungsstelle muss von der Ausbildung unabh\u00e4ngig sein<\/li>\n<li>Die gegenseitige Kameradenrettung sollte integrativer Bestandteil der Pr\u00fcfung aller Qualifikationsstufen sein<\/li>\n<li>Eine Sicherheits- und Arbeitsrichtlinie (code of best practice) f\u00fcr den Einsatz von Seilzugangs- und Positionierungstechniken muss in Schriftform vorliegen<\/li>\n<li>Ein Zertifizierungsstandard, bzw. eine Pr\u00fcfungsordnung sollte in Schriftform vorliegen<\/li>\n<li>Eine regelm\u00e4\u00dfige Wiederholung und Vertiefung der erlernten Kenntnisse ist obligatorisch<\/li>\n<li>Europ\u00e4ische Empfehlungen und Vorschriften sind zu ber\u00fccksichtigen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die angestrebte Europ\u00e4ische Qualifikation ist die Fortsetzung der kontinuierlichen Arbeit der vergangenen drei Jahre und soll das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die angewandten Praktiken und die Akzeptanz der Branche f\u00f6rdern. Die in den Partnerl\u00e4ndern etablierten Zertifizierungssysteme sowie die daraus resultierenden Erfahrungen bilden das Fundament hierf\u00fcr.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seilzugangstechniker \u2013 Eine vielseitige T\u00e4tigkeit H\u00f6henarbeiter sind Personen, die unter Zuhilfenahme von Seilen an schwer zug\u00e4nglichen, meist hoch gelegenen Orten Arbeiten ausf\u00fchren. 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