Das Projekt

Projektbeschreibung

Höhenarbeiter sind Personen, die unter Zuhilfenahme von Seilen an schwer zugänglichen, meist hoch gelegenen Arbeitsplätzen Arbeiten verrichten. Die Seilzugangstechnik wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte professionalisiert und ist heute ein eigener Industriezweig, in dem Sicherheit und körperliche Unversehrtheit für Anwender und Dritte ist ein wesentlicher Bestandteil ist. Der Einsatzbereich erstreckt sich über unterschiedlichste Branchen wie Bauwesen, Schwerindustrie, Energieversorgung, Offshore, Telekommunikation, Veranstaltungstechnik oder Industriereinigung.

Der Einsatz von Seilzugangs- und Positionierungstechniken schafft Arbeitsplätze und Interessenverbände und spezialisierte Anwenderfirmen sind seit vielen Jahren wesentlich an der Aus- und Weiterbildung von Personal beteiligt.
Basierend auf den Erfahrungen der Partnerländer soll das Konzept für ein Europäisches Zertifikat für die professionelle Anwendung von Seilzugangs- und Positionierungstechniken erarbeitet werden, die den Vorgaben des Europäischen Qualifikationsrahmens entspricht.

Diese neue Zertifizierung wird zur Verbesserung und Harmonisierung der Fertigkeiten von Höhenarbeitern beitragen und die Akzeptanz des Zugangsverfahrens in den Ländern steigern, die Teil des Prozesses sind.

Projektziele

  • Schaffung einer Europäischen Zertifizierung für Seilzugangs- und Positionierungstechnik um die Kompetenzen von professionellen Höhenarbeitern zu harmonisieren
  • Aufbau dieser Zertifizierung auf den Erfahrungen und etablierten Qualifikationen der Partnerländer
  • Aufwertung der nationalen Zertifizierungssysteme durch die Konformität mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen
  • Positionierung der Qualifikation auf einem der acht EQR-Niveaus
  • Zuweisung einer bestimmten Anzahl von ECVET-Leistungspunkten gemäß der Europäischen Empfehlung

Methodik

Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt:

  • Erarbeiten von Werkzeugen für die Umsetzung: Referenzniveaus und Rahmenlehrpläne
  • Experimentierphase: Ausbildung und Prüfungskommission
  • Verbreiten und Nutzen der Ergebnisse

Projekterzeugnisse

  • Referenzniveau für die Tätigkeiten und Kompetenzen von Höhenarbeitern
  • Referenzniveau für die Zertifizierung
  • Modulares Ausbildungssystem für Höhenarbeiter
  • Trainingsprogramm für Ausbilder
  • Trainingsprogramm für Mitglieder der Prüfungskommission

Dokumente in vier Sprachen: Französisch, Spanisch, Deutsch, Englisch

Die endgültigen Dokumente werden von SFETH und GRETA VIVA 5 (Frankreich) zusammengefügt und geschrieben.

Erwartete Ergebnisse

  • Ausbildung von Ausbildern
  • Ausbildung von Mitgliedern der Prüfungskommission
  • Ausbildung von Höhenarbeitern
  • Aufnahme der Zertifizierungstätigkeit 

Arbeitsgruppen

Es sind drei Arbeitsgruppen aktiv:

  • Lenkungsausschuss
  • Länderübergreifende Arbeitsgruppen
  • Nationale Arbeitsgruppen

Lenkungsausschuss

Der Lenkungsausschuss setzt sich aus allen Mitgliedern der Projektgruppe zusammen und tritt fünf Mal zusammen.
Er ist für politische und grundsätzliche Entscheidungen verantwortlich, kontrolliert und validiert den Arbeitsfortschritt und die Projekterzeugnisse, schlichtet eventuell auftretende  Konflikte und weist Tätigkeiten zu.

Länderübergreifende Arbeitsgruppen

Für die länderübergreifenden Arbeitsgruppen sind 5 Zusammenkünfte vorgesehen.

Diese Gruppe ist die treibende Kraft des Projektes, hier werden gemeinsam die Inhalte erarbeitet.

Nationale Arbeitsgruppen

Diese Gruppe koordiniert die Arbeit auf nationaler Ebene und besteht aus den Projektpartnern der jeweiligen Länder und weiteren assoziierten Partnern. Sie setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • 1/3 Ausbilder
  • 1/3 Anwender
  • 1/3 Institutionen und Behörden



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